Börsencrash-2023

Soll ich mein Geld 2023 wirklich anlegen?

Wenn Sie langfristig ein Vermögen aufbauen möchten, dann muss die Antwort auf diese Frage ganz eindeutig „ja“ sein.

Kommt der Aktiencrash 2023 oder nicht?

Sie fragen sich trotzdem: Kommt der Aktiencrash 2023? Wie wird das Börsenjahr 2023? Was sind die besten Geldanlagen 2023?

Wie immer können wir genau das nicht wissen, nur vermuten oder einschätzen. Denn in die Zukunft schauen kann leider kein Mensch. Sagte ich „leider“? Vielleicht ist es besser so.

Trotzdem gibt es einige Faktoren, die entweder eine positive Prognose für das Jahr 2023 in Aussicht stellen oder eine eher negative Aussicht. Diese Faktoren sind die wirtschaftliche Krise, hervorgerufen durch die Coronamaßnahmen, der Ukrainekrieg, die Inflation und außerdem allgemeine spannungsgeladene politische Situationen weltweit.

Da wir leider nicht genau wissen, wie sich all diese Dinge entwickeln werden, fällt es schwer, eine dieser Situation entsprechende Anlagemethode zu wählen.

Börsenstrategien, die nicht überzeugen

Sollten Sie lieber auf Einzelwerte setzen und „short“ gehen, d. h. Aktien „leer verkaufen“ und so Geld verdienen, wenn die Märkte fallen? Das kann man in der Tat tun und macht in bestimmten Marktsituationen Sinn. Leider verliert man immer dann viel Geld, sobald der Markt sich unverhofft wieder nach oben katapultiert. Von Absicherungsstrategien, die Sie selbstverständlich einbauen können jetzt mal abgesehen.

Es gibt ebenfalls Strategien, die sich auf Einzelwerte konzentrieren: Charts beobachten, Unternehmensanalysen durchführen und dann ein und wieder aussteigen. Das nennt man übrigens „traden“. Traden ist sehr arbeitsintensiv. Erfolge sind nicht garantiert und ein Totalverlust muss einkalkuliert werden.

Gemanagte Investmentfonds

Kaufen Sie aktiv gemanagte Fonds, dann sollten Sie eigentlich davon ausgehen können, dass die Fondsmanager gut mit Ihrem Anlagekapital umgehen. Es in schweren Zeiten aus strategischen Gründen nicht anlegen, sondern zur Sicherheit auf dem Konto lassen. Das ist leider nicht der Fall. Warum?

Die Fondsmanager dürfen vieles nicht

Die Fondsmanager sind verpflichtet, das durch die Kunden bereitgestellte Kapital zu mehr als 90 % der Zeit anzulegen. Das bedeutet: Die Manager dürfen das Kapital nicht NICHT anlegen. Sie müssen sich per Gesetz am Börsengeschehen beteiligen, ob sie wollen oder nicht.

Short gehen, also auf fallende Kurse setzen dürfen die Fondsmanager ebenfalls nicht. Dies ist ihnen gesetzlich verboten. Die einzige Strategie, die also in einer starken Abwärtsbewegung der Börse Renditen in die Kundendepots spülen würde, ist den Fondsmanagern nicht erlaubt.

Das interessiert die Fondsmanager aber nicht wirklich. Denn sie bekommen ihre Provisionen in jedem Fall zugeteilt und zwar unabhängig davon, ob der Kurs des Fonds sich nach oben oder unten entwickelt. Die Kunden zahlen also zu jeder Zeit ihren Obolus. Ob die Märkte sich auf- oder abwärts bewegen, spielt keine Rolle.
So viel zu aktiv gemanagten Fonds.

Sollten Sie in derart unsicheren Zeiten überhaupt investieren?

Grundsätzlich stellt sich einem die Frage: Sollte man überhaupt investieren in solch unsicheren Zeiten?

Auch an dieser Stelle wieder kurz geantwortet: Ja, Sie sollten immer investiert sein, wirklich immer!

Fragen Sie sich, wie die Großen, wie die Reichen es machen und wie sie diesen Reichtum generieren? Das sind immer wieder dieselben Vorgehensweisen: Geldanlagen wie Aktien und Anleihen generieren weiteres Geld. Investitionen in Firmen generieren weiteres Geld. Investitionen in Immobilien generieren wieder neues Geld in Form von Mieteinnahmen. So funktioniert es eben. Machen Sie es den Reichen doch einfach gleich.

Geld nicht auf dem Konto liegen lassen

Klar sollte sein: Lässt man sein Geld einfach auf dem Konto liegen, generiert es absolut nichts. Im schlimmsten Fall natürlich minus, nämlich Kontogebühren plus Verluste durch Inflation. Das ist somit ganz klar die schlechteste aller Möglichkeiten, sein Geld zu behandeln.

Die Börsenexperten sind unterschiedlicher Meinung

Nun, es gibt ja immer viele Meinungen zum Börsengeschehen. Einige sehen eine Rezession, andere sehen Chancen, wiederum andere den großen Börsencrash und warnen die Anleger und Investoren. Die EZB und die jahrelangen niedrigen Zinsen sind schuld und die hohe Inflation wird uns alle verarmen lassen. Es gibt also viele verschiedene Meinungen und deshalb kaum eine klare Richtung der Experten.

Selbst wenn es eine klare Richtung gäbe: Wie oft sollten Sie als Anleger denn Ihre Fahne in den Wind drehen bei den verschiedensten Ansichten der Experten?

Generell ist es für Anleger immer schwierig, aus den Expertenmeinungen die für einen persönlich richtige Anlagestrategie herauszufinden.

Da es unendlich viele Anlagemöglichkeiten gibt, auf die ich jetzt aber hier im Rahmen des Artikels nicht eingehen kann, möchte ich an dieser Stelle eine Kehrtwende vollziehen und stelle deshalb die Frage:

Gibt es eine Anlagestrategie, die in allen Börsenphasen, also auch durch einen Börsencrash hindurch die beste ist?

Ja, die gibt es!

Wie Sie hier sicherlich schon in mehreren Artikeln gelesen haben werden und durch den Namen ETFFox bedingt, haben wir uns auf Geldanlagen in ETFs spezialisiert.
Sie sollten ganz klar in ETFs investieren.

Die Vorteile von ETFs

Warum das so ist, sei hier noch einmal ganz kurz erläutert.

  1. ETFs sind kostengünstige Anlagen
  2. Indexfonds, sprich ETFs sind transparent. Weil man immer ein sehen kann, welche Aktienanteile sich im ETF befinden.
  3. ETFs sind direkt an der Börse handelbar (Exchange Traded Funds, das bedeutet börsengehandelter Fonds). Somit sind ETFs einfach und schnell zu beziehen.
  4. Möchte man es ein wenig umfangreicher, chancenreicher und weiter diversifiziert, dann bietet sich die Geldanlage in ETF Weltportfolios an. So stellen Sie sich mit Ihrem Investment am klügsten und kostengünstigsten auf.

Die beste Anlagestrategie 2023

Also zurück zur eigentlichen Frage. Welche Strategie kann man fahren, die langfristig immer die Erfolgversprechendste sein wird? Hier ist die Antwort ganz eindeutig: eine langfristige Anlagestrategie mit ETFs.

Fragen Sie sich also nicht, wann oder ob Sie überhaupt einsteigen sollten, sondern fragen Sie sich besser, WIE Sie einsteigen müssen. Das könnte auf folgende Arten Weise ausgeführt werden:

  1. Steigen Sie mit zwei oder drei verschiedenen Tranchen in ihr Investment ein. Also nicht alles auf einmal einzahlen. So können Sie noch reagieren, falls die Preise weiter absacken und dann die zweite Tranche einzahlen.
    Es ist immer gut, Qualitätsaktien günstig einzukaufen. Selbst wenn der Markt noch ein ganzes Stück weiter nach unten fallen sollte, können Sie den dritten Teil einfließen lassen.
    Steigt der Markt nach der ersten Einzahlung, ist es ebenfalls ein gutes Gefühl, noch etwas Geld hinzuschießen zu können.
  2. Die Kurse sind momentan schon ein ganzes Stück zurückgekommen (bei einigen Indizes 30 % und mehr). Steigen Sie jetzt ein und warten Sie nicht, bis der erste Aufschwung kommt. Nach einem Aufschwung kommt auch immer wieder ein kleiner Abschwung. Deshalb nutzen Sie jetzt die Tiefststände, um Positionen aufzubauen.
    Das ist eine einzigartige Gelegenheit, um Geldanlagen zu tätigen. Nämlich immer genau dann, wenn die Märkte am Fallen sind.
    Ich weiß, das klingt kontraproduktiv zum Geld verdienen, trotzdem machen es all diejenigen so, die Geld mit Investments verdienen. Eine abwärtsgerichtete Tendenz der Märkte ist immer auch eine große Chance.
  3. Bleiben Sie investiert, auch wenn es weiter nach unten geht und Ihr Depot rot leuchtet. Ihr Geld ist nicht weg. Was Sie in ihrem Depot sehen, sind lediglich Buchverluste.
    Diese Buchverluste haben Sie täglich bei Ihrem Auto, bei Ihrem Haus, bei Ihrer Einbauküche und so weiter. Diese Dinge verlieren also mit der Zeit an Wert.
    Nur sehen Sie diesen Wertverlust nicht mit einer Zahl an die Hauswand geschrieben und deshalb interessieren sie auch nicht.
    Genau so sollten Sie es mit Ihrer Geldanlage handhaben. Bleiben Sie einfach investiert und schauen Sie nicht öfter als zweimal im Jahr in Ihr Depot.
  4. Damit Sie Punkt drei durchziehen können, müssen Sie darauf achten, dass sie niemals Geld anlegen, welches Sie direkt wieder gebrauchen werden.
    Geld für einen Monat auf ein Konto legen, dass dann direkt wieder gebraucht wird, kann ungünstige Auswirkung haben.
    Nämlich, dass Sie in einer Abwärtsbewegung der Börse wieder Geld abheben und so die Verluste tatsächlich realisieren müssen.
  5. Zum Vermögensaufbau mit ETFs lohnen sich Anlagen in den MSCI Index oder den FTSE Index. Hier wäre entweder ein ETF auf den MSCI All Country World Index oder den FTSE All World Index eine gute Idee.
    Diese ETFs sind sehr breit aufgestellt und beinhalten circa 3500-4500 Aktien. Somit sind Sie mit diesen ETFs weltweit und sehr breit aufgestellt, was das Risiko im Depot enorm mindert. Mit dem FTSE All World Index investieren Sie außerdem in sogenannte Schwellenländer.

Schlussfolgerung:

Betrachtet man alle Möglichkeiten des Investierens, so ist ein Investment in ETFs aus wissenschaftlicher Sicht immer noch am besten da ebenfalls am kostengünstigsten. Indem man also langfristig plant, sich breit aufstellt und die Buy & Hold Strategie verfolgt.

DAX, S&P500 und Dow Jones

Auch wird auf den langfristigen Charts wie unten zu sehen ist, eines deutlich: Der Aktienmarkt hat sich immer erholt, wenn er durch eine Krise gegangen ist.

Dies lässt sich gut über die letzten 40 – 50 und wenn man langfristige Charts hat, auch über die letzten 100 Jahre sehen. Der Markt fällt durchschnittlich für 3-5 Jahre und steigt danach für 10-11 Jahre. Das ist eine gute Tendenz, mit der Sie ebenfalls gute Renditen, also Gewinne einfahren können.

Langfristchart Dow Jones:

Kommt der Aktiencrash 2023 - Dow Jones Langfristchart
Quelle: Aktien – Apple

Langfristig in kostengünstige Anlageklassen zu investieren ist somit der Schlüssel zum eigenen Vermögen. Wenn Sie also eigenes Vermögen aufbauen wollen, dann haben Sie mit ETFs eine gute Möglichkeit gefunden, dieses Ziel zu erreichen.

Langfristchart S&P 500:

S&P 500 Langfrist chart
Quelle: Aktien – Apple

In jeder Phase eine gute Geldanlage

Die besten Geldanlagen in 2023 sind also die Anlagen, die immer, also auch in jeder Krise die wenigsten Verluste erleiden (breite Streuung = Diversifikation). Die nicht abhängig von einzelnen Personen sind, die man nicht einmal kennt (Fondsmanager). Und die einfach mit dem auf lange Sicht steigenden Aktienmarkt (siehe Charts der großen Indizes) folgen. Das sind Geldanlagen in Indexfonds oder ETFs, auch passive Fonds genannt.

Gute Renditen in den letzten 40 Jahren

Langfristig wurden so in den letzten 40 Jahren immer eine durchschnittliche Rendite bis zu 8 % pro Jahr generiert. Diese Renditen mit Anlageklassen wie Gold, anderen Rohstoffen oder auch mit Immobilien oder Bitcoin zu generieren, ist nahezu unmöglich. Oder lediglich mit viel Einsatz, viel Arbeit und hohem Zeitaufwand verbunden.

All die eben genannten Ressourcen brauchen Sie bei einer Anlage in ETFs nicht. Das Geld ihrer ETFs wird sich auf lange Sicht von allein vermehren. Das bedingt durch ausgezahlte Dividenden der Aktienunternehmen, zunehmende Gewinne der Unternehmen und nicht zuletzt den Zinseszins.

Wenn Sie sich jetzt also immer noch fragen, kommt der Aktien Crash 2023, dann ist das einfach ausgedrückt: Ganz egal.

Denn wer mit Indexfonds, also ETFs breit aufgestellt ist, nimmt zwar eine Bewegung der Märkte nach unten mit, aber ebenfalls auch immer die schnellen auftretenden Aufwärtsbewegungen. Deshalb ist es wichtig, immer investiert zu sein und nicht raus und rein zu springen aus Aktien, Anleihen oder auch ETFs.

Diese Strategie zu verfolgen heißt: Auf keinen Fall abzuwarten und jahrelang am Spielfeldrand der Börse zu stehen, während andere den Ball ins Tor schießen. Investieren Sie also jetzt. Und zwar langfristig, am besten regelmäßig und immer alles, was Sie an Geld übrig haben und gerade nicht benötigen.

Wie wird das Aktienjahr 2023?

Kommt der Finanzcrash 2023?

Es sei mir an dieser Stelle eine kurze Prognose für das Jahr 2023 gestattet.

Ich persönlich erwarte in den ersten 3 – 4 Monaten des Jahres 2023 noch weiter fallende Kurse.

Das „Big Picture“ der Finanzmärkte zeigt jedoch, dass die Konjunkturdaten anscheinend den Boden gefunden haben. Eine Zinsüberraschung wie in 2022 wird es nicht mehr geben, was insgesamt für etwas ruhigere Märkte spricht. Die FED und die EZB bringen die Inflation langsam unter Kontrolle, auch wenn dieses nicht so schnell geht, wie viele sich wünschen. Die Einkaufsmanagerindizes laufen stark in Richtung der 50er Marke, was ebenfalls als gutes Zeichen zu werten ist.

Ich habe somit für das gesamte Jahr 2023 eine leicht positive Tendenz, was die Börsen betrifft. Und ich gehe davon aus, dass sich das Jahr 2023 erheblich besser entwickeln wird, als es das Jahr 2022 getan hat.

Stimmt das so?

Sie sehen schon, das ist lediglich eine These, die sich bei einem derart schlechten Börsenumfeld, wie es 2022 war, einfach aufstellen lässt. Und somit wird sie eigentlich auch schon wieder bedeutungslos. Bin ich jetzt etwa auch ein Börsenexperte?

Dem eigenen Verstand folgen

Folgen Sie am besten immer nur ihrem eigenen Verständnis und den Anlagestrategien, die Ihnen insgesamt logisch erscheinen. Hier ist Selbstverantwortung und ein wenig Eigenrecherche gefragt.

Ich bin mir sicher, dass Sie auf genau dem richtigen Weg sind.

Denken Sie immer daran: Ihr Geld auf dem Konto liegenzulassen, ist die schlechteste Investition überhaupt. Also: Lassen Sie sich einfach Geld schenken, indem Sie es klug investieren. Das klingt doch eigentlich ganz einfach, oder?

ETFFox – schlauer investieren

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